Josef-Staab-Platz Kiedirch mit Wiese und Bäumen mit Blick auf das Kiedricher Rathaus und die Kirche St. Valentinus und Dionysius

Kiedricher Rathaus

Blick auf den Josef-Staab-Platz

Senioren

Das Sommerfest der Kiedricher Seniorinnen und Senioren


Im Mittelpunkt des Nachmittags stand ganz bewusst die Begegnung und das persönliche Miteinander. Daher wurde auf ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm verzichtet. Stattdessen bot das Sommerfest viel Raum für angeregte Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und fröhliches Beisammensein. Bei Salaten, frisch Gegrilltem, Wein und guter Stimmung wurde gelacht, erzählt und die Gelegenheit genutzt, bestehende Kontakte zu pflegen und vielleicht sogar neue Bekanntschaften oder Freundschaften zu schließen.

Auf einer Holzbühne steht ein Mann mit weißem Hemd und einer Brille hinter einem Rednerpult aus Holz, auf dem aus Metall das Kiedricher Wappen dargestellt ist. Davor steht ein Mikrofonständer mit Mikrofon. Im Hintergrund ist ein blauer Vorhang.

Bevor Bürgermeister Winfried Steinmacher in seiner Ansprache auf wichtige Entwicklungen des Gemeindelebens einging, bat er alle Anwesenden, sich zum Gedenken an Walter Seufert zu erheben.

„Walter Seufert, hat sich als Vorsitzender des Seniorenbeirats der Gemeinde Kiedrich mehr als zwanzig Jahre mit außergewöhnlichem Engagement, großem Verantwortungsbewusstsein und tiefer Verbundenheit für die hier lebenden Menschen, davon fünf Jahre als dessen Vorsitzender, eingesetzt. Darüber hinaus war er über drei Jahrzehnte im Ortsvereinsring Kiedrich tätig und führte diesen seit 2013 ebenfalls als Vorsitzender.

Mit seiner Erfahrung, seiner Tatkraft und seiner Leidenschaft habe er sich stets vorbildlich für das Wohl der Gemeinschaft eingesetzt und das gesellschaftliche Leben vor Ort nachhaltig geprägt. Durch seinen Tod verliere Kiedrich einen geschätzten Mitbürger, dessen Verdienste unvergessen bleiben.“, 

hob Bürgermeister Steinmacher hervor.


In seiner weiteren Ansprache betonte Bürgermeister Winfried Steinmacher die besondere Bedeutung der Seniorinnen und Senioren für die Kiedricher Gemeinschaft. 


Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gemeinschaft. Mit Ihrem Engagement, Ihrer Lebenserfahrung und Ihren Geschichten haben Sie unsere Gemeinde über viele Jahre hinweg gestaltet und geprägt. Viele von Ihnen haben in der Familie, im Beruf und im Ehrenamt Verantwortung übernommen. Dafür verdienen Sie unseren Dank und unsere Anerkennung.“

Zugleich unterstrich Bürgermeister Steinmacher, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, Kiedrich zu einem Ort zu machen, an dem sich Seniorinnen und Senioren wohl und sicher fühlen. Die Gemeinde setze sich dafür ein, ihnen bestmögliche Unterstützung zu bieten – unter anderem durch eine barrierefreie Infrastruktur, vielfältige Freizeitangebote und soziale Dienste.

Auch die Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Englischkurs für Seniorinnen und Senioren wurde gut angenommen und bietet sowohl die Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse aufzufrischen als auch erste Grundlagen der englischen Sprache zu erlernen. Nach den Sommerferien wird der Kurs fortgesetzt, sowie das ebenfalls gut besuchte Gedächtnistraining.

Bürgermeister Steinmacher informierte außerdem über die nächsten Sprechstunden von Alfred Zeller, dem kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderung. Diese finden am 1. September und am 3. November 2026 jeweils von 17 bis 18 Uhr im Rathaus statt.

Darüber hinaus bat Bürgermeister Steinmacher die Seniorinnen und Senioren, den der Einladung beigefügten Fragebogen des Seniorenbeirats auszufüllen und zurückzugeben.

„Ihre Meinung und Ihre Wünsche sind für unsere Arbeit sehr wichtig.“, 

betonte er. Jede Rückmeldung helfe dabei, die Angebote und Veranstaltungen der Gemeinde noch besser an den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren auszurichten und deren Lebensqualität weiter zu steigern.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Bürgermeister auch an das Neubürgertreffen Ende vergangenen Jahres. Daraus war unter einigen Kiedricher Frauen die Idee für einen regelmäßigen Treffpunkt entstanden. Mittlerweile hat sich daraus die „Frauen-Wirkstatt Kiedrich“ entwickelt – ein offenes Netzwerk für alle, die Interesse an Begegnung und Austausch haben. In der „Wirkstatt“ stehen Begegnung, Unterstützung und Inspiration im Mittelpunkt. Die Treffen finden jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat im Pfarrheim statt.

Auch über aktuelle Projekte und Entwicklungen in der Gemeinde gab Bürgermeister Steinmacher einen Überblick. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen mache gute Fortschritte. Nach der Fertigstellung der Haltestellen im Bereich „Draiser Weg“, „Dreispitz“ und außerhalb der Ortsdurchfahrt haben inzwischen die Arbeiten in der Sonnenlandstraße zwischen dem Penny-Markt und dem Bürgerhausparkplatz begonnen.

Zum Bauleitplanverfahren für das „Wohngebiet Hochfeld“ teilte Steinmacher mit, dass nach der öffentlichen Auslegung nun angestrebt werde, den Bebauungsplan bis Ende 2026 rechtskräftig werden zu lassen. Die Erschließung des Plangebiets soll im Frühjahr 2027 beginnen.

Auch beim Neubau des Bauhofgeländes gehe es voran. Nach dem weitgehenden Abschluss der Genehmigungs- und Ausführungsplanung werde ein Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2026 angestrebt. Mit dem anschließenden Umzug des gesamten Bauhofbetriebs wird der bisherige Standort in der Bingerpfortenstraße frei und steht damit für eine zukünftige anderweitige Nutzung zur Verfügung.

Zum Abschluss seiner Ansprache sprach Bürgermeister Steinmacher dem Seniorenbeirat seinen besonderen Dank aus. Dieser unterstütze die Gemeindegremien mit großem Engagement in allen Fragen der Seniorenarbeit, bringe regelmäßig wertvolle Ideen und Anregungen ein und organisiere informative Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen.

Mit einem Ausblick auf die nächste gemeinsame Veranstaltung verabschiedete sich Bürgermeister Steinmacher von den Gästen: Er freue sich bereits darauf, die Seniorinnen und Senioren bei der Seniorenweihnachtsfeier am 2. Dezember 2026 wieder begrüßen zu dürfen.

Auf einer Holzbühne steht ein Mann mit weißen Haaren, einem kurzärmeligen, hellblauem Hemd, einer dunklen Hose und einem Mikrofon in der einen und Zetteln in der anderen Hand. Im Hintergrund ist ein blauer Vorhang.


Im Anschluss ergriff Werner Rogler, Vorsitzender des Seniorenbeirats, das Wort. „Wir wollen heute Nachmittag bei einem schönen Kiedricher Wein und leckerem Gegrillten entspannte, unterhaltsame und frohe Stunden gemeinsam verbringen“, sagte Werner Rogler und stimmte damit auf einen geselligen Nachmittag ein.
Ergänzend zur Ansprache von Bürgermeister Steinmacher stellte er den neuen Pfarrer Ralf-Andreas Gmelin von der Evangelischen Kirchengemeinde Triangelis vor.

Für gute Unterhaltung sorgten im weiteren Verlauf des Nachmittags Helene Färber und Diakon Hans-Jürgen Siebers. Beide präsentierten auf der Bühne humorvolle Stücke und Anekdoten in Rheingauer Mundart und sorgten damit für viele Lacher und beste Stimmung unter den Gästen.




Zum Abschluss des Sommerfestes dankte Bürgermeister Winfried Steinmacher im Namen aller Anwesenden den zahlreichen Helferinnen und Helfern, unter anderem seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Verwaltung sowie den Mitgliedern des Malteser Hilfsdienstes (MHD) für ihren engagierten Einsatz. Ihr Beitrag habe maßgeblich dazu beigetragen, dass das Sommerfest auch in diesem Jahr wieder zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde.