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Seniorinnen und Senioren
„Wer tanzt, verbindet die Welt und vergisst, wie alt er ist“ – 37. Seniorentanzfest im Bürgerhaus
Aus dem Kreis der Teilnehmenden war zu hören, dass in diesem Jahr weniger Gäste aus dem weiteren Einzugsgebiet bis ins Rhein-Main-Gebiet angereist waren. In den vergangenen Jahren hatten sich rund 80 Personen zu der Veranstaltung eingefunden, überwiegend Menschen jenseits des 60. Lebensjahres. Doch die Zahl der Gäste sei letztlich nicht entscheidend. Bei den Paartänzen finde sich für jeden ein passendes Gegenüber, während bei vielen Choreografien ohnehin in Reihen oder Kreisen getanzt werde und die Partner regelmäßig wechselten.

© Gemeinde Kiedrich
Isolde Blödow, Tanzleiterin im Bundesverband Seniorentanz, führte die Seniorinnen und Senioren mit viel Engagement durch das Tanzprogramm. Vor einigen Jahren hatte sie die Leitung, des von Erika Schmelzer ins Leben gerufenen Tanzfestes, übernommen. Unterstützt wurde sie an diesem Nachmittag von Susanne Küttner Bahr, Jutta Eichhorn, Karin Hörle, Hubert Lehmann und Cornelia Six. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bewegung kamen und mit viel Freude das Tanzbein schwangen.
Bürgermeister Winfried Steinmacher begrüßte die Gäste und ließ es sich nicht nehmen, gleich beim ersten Tanz selbst mitzumachen. Auf dem ungewohnten Parkett waren die ersten Schritte noch etwas zögerlich. Doch schon bald fand er sich in den Bewegungsabläufen zurecht: vier Schritte vor, vier zurück und acht zur Seite. Auch das „Dos-à-dos“, bei dem die Tanzpartner wechseln, gelang schließlich problemlos. Der Bürgermeister hatte sichtlich Freude an der Bewegung – ebenso wie die meisten anderen Tanzbegeisterten.

© Gemeinde Kiedrich
Tanzen bietet gerade für ältere Menschen zahlreiche Vorteile. Es fördert die körperliche Fitness, fordert die Konzentration und das Gedächtnis und schafft zugleich Gelegenheiten für Begegnungen und geselliges Miteinander. Kaum eine andere Freizeitaktivität verbindet Bewegung, geistige Herausforderung und soziale Kontakte auf so unterhaltsame Weise.
Dass die einzelnen Choreografien durchaus anspruchsvoll sein können, zeigte sich im Laufe des Nachmittags. Nicht immer saßen die Schrittfolgen auf Anhieb. Mal geriet links mit rechts durcheinander, mal wurde aus einem Schritt nach vorn ein Schritt zurück. Doch die Tanzleiterinnen bewiesen Geduld, wiederholten ihre Anweisungen und unterstützten die Gruppe dabei, sich nach und nach auf die Bewegungsabläufe einzustellen. Mit der passenden Musik fiel es zunehmend leichter, die einzelnen Schritte im richtigen Rhythmus auszuführen.
Wie wichtig solche Veranstaltungen für das gesellschaftliche Leben sind, betonte auch Bürgermeister Winfried Steinmacher. Deshalb stelle die Gemeinde das Bürgerhaus für das Tanzfest jedes Jahr gerne zur Verfügung.
„Wer tanzt, verbindet die Welt und vergisst, wie alt er ist“ – dieses Motto prägte bereits eine Tanzveranstaltung unter der Leitung von Erika Schmelzer. Auch an diesem Nachmittag wurde deutlich, wie viel Wahrheit darin steckt. Mit jedem weiteren Tanz wuchs die Sicherheit bei den Schritten. Die anfängliche Konzentration wich zunehmend der Freude an der Bewegung, und immer häufiger war ein Lächeln auf den Gesichtern der Tanzenden zu sehen.
Nach drei abwechslungsreichen Stunden klang die Veranstaltung in geselliger Runde aus. Die gemeinsame Bewegung hatte nicht nur die Muskeln, sondern offenbar auch die Stimmung gestärkt. Mit neuer Energie und vielen schönen Eindrücken machten sich die Gäste schließlich auf den Heimweg. Und eines stand für viele bereits fest: Die Vorfreude auf das nächste Tanzfest im kommenden Jahr ist groß.

