Spendenaktion

Dank der zahlreichen Spenden anlässlich der 1. Spendenaktion für Flüchtlinge teilen wir mit, dass derzeit keine Spenden mehr benötigt werden.

Die Spendenaktionen, die für den 28.10 und 30.10.2014 terminiert waren, finden nicht statt.

Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spenden für Ihre großzügige Unterstützung.

Steinmacher
Bürgermeister

Herzlichen Dank!

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Kiedricher Chorbuben

 

Darauf sind wir in Kiedrich ganz besonders stolz

Die Kiedricher Chorbuben, in ihren Gesängen ein Stück lebendige Gotik

Jeden Sonntag um 9.30 Uhr im Choralhochamt kann man sie erleben, wenn z.Zt. 35 Buben und Männer in liturgischer Chorkleidung mit Priester und seiner Assistenz ins Gotteshaus einziehen und unter der Leitung des Chorregenten eine lateinische Messe singen. Seit 1333 ist diese Art des Chordienstes hier in Übung. Die Lehrer an einer kleinen Dorfschule unterrichteten "in cantu chorali et figurali" = im Gregorianischen Choral und in der Mehrstimmigkeit - und ebenso unterrichteten sie Latein: Noch spät im 17. Jh. rühmten reisende Gelehrte den vorzüglichen Wein, die gastfreundlichen Bewohner und deren gute Lateinkenntnisse!

Der Rationalismus der Aufklärung im 18. Jh. und die Gleichgültigkeit gegenüber solchen Kulturwerten im 19. Jh. haben dieser Tradition nichts anhaben können. Durch die Stiftung eines hochherzigen englischen Baronets, Sir John Sutton, wurde 1865 der Weiterbestand eines der ältesten Kirchenchöre gewährleistet, mit Chorschule und Chorregentenstelle.

Die Kiedricher Chorbuben singen an erster Stelle Gregorianik, aber hier in einer gotischen Variante des Gregorianischen Chorals im sogenannten Germanischen Dialekt, aufgezeichnet mit gotischen Hufnagelnoten in großen Folianten, dem Kiedricher Graduale. Melodisch wirkt dieser Gesang, der sich nur noch hier im Proprium (den wechselnden Texten des Gottesdienstes) erhalten hat, durch erhöhte Spitzentöne frischer, an anderen Stellen auch unbekümmerter, lebendiger.

So kommt in Kiedrich mit Glocken, Orgel und Choral die Gotik auch zum Klingen, man kann sie sehen und hören - das ist hier das Einmalige! Und auch die Gemeinde stimmt in diese Gesänge mit ein und hat dafür ein eigenes "gotisches" Gesangbuch, das Kiedricher Kyriale.

Ungefähr 75mal treten Jahr für Jahr die Chorbuben in Aktion; fünfmal üben die Buben und zweimal die Männer Woche für Woche - und wenn andere Familien ins normale oder verlängerte Wochenende fahren, haben sie Dienst: Gottesdienst, Dienst an der Musica sacra, an einer einmaligen Überlieferung.

Dabei sind sie nicht einseitig - auch die Mehrstimmigkeit hat hier Tradition. In jedem Gottesdienst erklingen zum kompletten gregorianischen "Programm" Motetten und Cantionalsätze. In Konzerten werden des öfteren Werke mit Orchester der großen Komponisten vorgestellt.

(Rainer Hilkenbach für www.kiedrich.de)

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